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12 x Frucht im Jahr 2014

Die Frucht vom Baum des Lebens
jeden 16. des Monats hier neu

19. Frucht geerntet am 16.12.2014: Tannenbaumschmuck. Der Schnee fehlt noch. Und bei vielen Menschen fehlt noch ein schöner Tannenbaum in der guten Stube. Deshalb heisst es jetzt: zugreifen und sich einen Tannenbaum ins Haus holen. Denn Weihnachten ohne Tannenbaum ist wie Stefan Raab ohne Grinsgesicht. Doch ein Bäumchen in den eigenen vier Wänden ist noch nicht wirklich fein. Der Tannenbaum braucht den entsprechenden Schmuck. Originell ist zum Beispiel, von einer Wurst einige Stücke abzuschneiden und diese an den Ästen anzubringen. Seien Sie aber vorsichtig, wenn bei Ihnen noch ein Hund herumläuft. Der könnte den schönen Schmuck abreissen und verschlingen. Was eignet sich weiter als Schmuck? Orange Kugeln sind vielleicht ein Blickfang. Genau so gut kommen aber Orangen an. Anstatt einen Stern an die Spitze zu setzen, kann dort auch eine Orange angebracht werden. Ebenfalls eine gelungene Idee ist die Anbringung von - gewaschener! - Unterwäsche. Sicher findet sich irgendwo noch ein farbiges Höschen oder ein Büstenhalter. Hier gilt es einfach zu beachten, dass die Wäsche farblich zum anderen Schmuck passt. Viele wünschen sich vielleicht, den Tannenbaum mit Farbe zu besprühen. Auch das ist eine wundervolle Idee. Gold-Farbe macht immer eine weihnächtliche Figur und bringt die Kinderäuglein unter dem Baum zum Leuchten. Wer auf alte Schule macht, der vergisst auch nicht, unter dem Baum eine Krippe aufzubauen. Dieses Jahr soll übrigens wiederum Jesus in der Krippe liegen, obwohl das Christkind korrekterweise an jedem 6. September kommt. Bis sich das allerdings herumgesprochen hat, werden der Weihnachtsbaum und der Weihnachtsbaumschmuck wohl weiterhin am 24. Dezember ihren grossen Auftritt haben. In diesem Sinne frohes Fest und einen möglichst bunt geschmückten Weihnachtsbaum. P.S.: Wenn Kerzen an den Baum kommen, sollte umbedingt beachtet werden, dass auch ein Eimer Wasser in der Nähe steht. Denn ein Brand des Baumes wäre wohl eine lichtvolle Erfahrung, aber insgesamt einer geruhsamen Weihnachten eher unzuträglich. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


18. Frucht
geerntet am 16.11.2014: Mülltrennung. Die Mülltrennung ist eine feine Sache. Wer sich richtig anstrengt, wirft das Plastik in den dafür vorgesehenen Sack, das Papier kommt in die Papierbox und der Restmüll kommt zum Restmüll. Soweit, so gut. Wo aber kommen die alten Batterien hin - wo werden sie entsorgt? Die muss man im Laden, wo sie gekauft wurden, abgeben. Das alles ist genaustens geregelt. Unter den Mülltrennern gibt es Menschen, die achten nicht darauf, wohin der Abfall kommt. Die schmeissen einfach alles in den gleichen Sack. Solche schwarze Schafe sollte man dazu verdonnern, eine Woche lang nur mit den Abfallresten der Nachbarn zu leben. Das würde diese Abfallsünder wohl bekehren. Ist es nicht so, dass wir alle froh sind, dass jede Woche die Menschen von der Müllabfuhr vorbeikommen? Meistens sind es mehrere Männer, die in den mir orange gekenntzeichneten Wagen nach dem Rechten sehen. Will heissen, diese Leute von der Stadt oder der Gemeinde nehmen sich dem Müll an. Übrigens: Wer am Sperrmülltag seine Grossmutter an die Strasse stellt, der kann wegen versuchten Mordes belangt werden. Auch Tiere gehören nicht zusammen mit dem Müll entsorgt. Bestraft sollte auch die Sorte Menschen werden, die den Müll heimlich schwarz entsorgen. Also zum Beispiel den alten Fernseher an den Waldrand stellen. So hoffen wir alle, dass der Müll noch lange so fachmännisch entsorgt wird wie bisher und sich nicht in unserer Wohnung stapeln muss. Denn das würde auch die Ratten auf den Plan rufen. Aber eine Ratte im Haus, ist dem Hausherr ein Graus. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


17. Frucht
geerntet am 16.10.2014: Tastatur und 4. Fatima-Geheimnis. Wenn es keine Tastatur geben würde, wäre das Eingeben dieser Frucht vom Baum des Lebens schwierig. Mit der Tastatur geht es aber leicht von der Hand - oder besser: von den Händen. In jedem Büro ist die Tastatur vorhanden. So kann der Schreiber schnell seine Texte niederschreiben. Doch wie funktioniert das eigentlich? Wer blind schreibt, der hat sich das vielleicht schon gefragt. Wer löst aus, dass die Finger auf den richtigen Buchstaben treffen? Ein Mysterium. Wenn auch klar ist, dass wir mit unserem Hirn nicht denken können, wird die Sache nur noch rätselhafter. Es funktioniert halt einfach. Keine Tastatur um die Botschaften von Mutter Maria einzutippen, hatten die Seherkinder von Fatima. Und so bleibt es uns überlassen, jetzt das vierte - bisher unveröffentlichte Geheimnis - hier in die Tasten zu hauen: "Ich sah einen Mann, der hatte eine Frau an seiner Seite. Der Mann sprach von neuen Dingen und alle Gelehrten überprüften seine Worte. Einige glaubten ihm, andere wollten nichts von ihm wissen. Oben am Himmel flogen sieben Tauben. Nur einer kannte die geheime Bedeutung. Und so flogen alle sieben Tauben in ein Käfig. Die letzte Taube hatte eine Posaune bei sich und spielte darauf. Alle warten sie, dass sich etwas bewegt auf der Welt. Muss zuerst eine Taube sterben? Dann stand da eine Gruppe von Clochards. Sie streckten die Hände aus. Doch sahen sie nicht aus, als ob sie hunger hätten. Wie lange wir noch auf all das warten müssen, wollte jemand wissen. Da sprach eine Taube: Dann, wenn die letzte Taube von uns vom Vogelfänger gefangen ist, geht es noch 16 Jahre." Genau, das ist das vierte Geheimnis von Fatima. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


16. Frucht
geerntet am 16.9.2014: Reissverschluss. Ein Reissverschluss ist praktisch. Zum Beispiel bei einer Hose. Männer profitieren noch mehr davon als Frauen. Denn auf dem Pissoir kommt das starke Geschlecht - oder ist es das schwache Geschlecht?, entscheiden Sie selbst - ganz ohne das Öffnen der ganzen Hose aus. Durch den Schlitz bei heruntergelassenem Reissverschluss wird mit Fingergeschick der Piepmatz gesteckt - das Urinieren kann über die Runde gehen. Mangels Erfahrung kann der Schreiber dieser Zeilen nur schwer einschätzen, inwiefern das Pinkeln durch den heruntergezogenen Reissverschluss auch bei Frauen möglich ist. Aber nicht nur auf der Toilette ist ein Reissverschluss praktisch. Auch bei der Windjacke leistet er gute Dienste. Die Zähne greifen ineinander und im Blitzmoment ist die Jacke zu - wunderbar! Eigentlich sollte man den Reissverschluss auch bei Lebensmitteln einführen. So wäre der Reissverschluss praktisch beim Streukäse. Oder um den Yoghurt-Becher könnte der Reissverschluss gute Dienste leisten. Während im kulinarischen Bereich die Menschheit noch auf den Reissverschluss wartet, ist er bei Taschen bereits vorhanden. Er hilft, den Langfingern den Job zu vermiesen. Aber auch beim Portemonee hat man den Reissverschluss schon gesehen. Zum Schluss möchten wir den Herstellern von Automobilen noch ans Herz legen: Anstatt die bisherigen Türen, könnte eine Türe bestehend aus einem grossen Reissverschluss in Umlauf gesetzt werden. Lang lebe der Reissverschluss! Dass Elvis Presley übrigens Hosen ohne Reissverschluss getragen hat, ist ein Gerücht. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


15. Frucht
geerntet am 16.8.2014: Köche. Viele von ihnen sollen den Brei verderben. Stimmt das wohl? Es käme auf einen Test drauf an. Und da heute alles Mögliche und Unmögliche getestet wird, kann die Frage gestellt werden, weshalb nicht eine grössere Anzahl von Köchen, die einen Brei kocht. Ohne das Ergebnis eines solchen Tests abzuwarten, erlauben wir uns das Resultat vorneweg zu nehmen: Der Brei wird sogar besser, weil viele Köche ihre Hände im Spiel, oder meinetwegen im Brei, hatten! Köche sind heutzutage omnipräsent. In diversen Kochshows machen sie nicht nur gute Gerichte, sondern auch gute Sprüche. Einige von ihnen haben einen Zwirbelschnauz oder tragen einen schwarzen Schnäuzer. Den Menschen, die sich in eben diesen Kochshows zum Affen machen, helfen sie mit guten Ratschläge. Die Suppe schmeckt noch nicht richtig, etwas Zitronensaft kommt rein. Das Schweinefleisch ist noch nicht ganz durch, nochmals in den Ofen damit. Oder vielleicht ist die Salatsauce zu wenig cremig, etwas Yoghurt kommt dazu. Doch weshalb, kann gefragt werden, weshalb nur nehmen Leute an Kochshows teil? Ganz einfach: Sie wollen ihre Idole, die Köche, treffen. Denn wer in so einer Show auftritt, hat zuvor viele dieser Shows sich zu Hause angeschaut. Die Köche sind also die neuen Götter in Weiss. Sicherlich ist Ihnen bekannt, weshalb die Köche so eine grosse Kochmütze tragen. Bitte teilen Sie uns das per Mail mit, damit wir es in einer der nächsten Früchte vom Baum des Lebens mitteilen können. Ansonsten bleibt diese Frage ungeklärt. Unfair aber ist: Viele Mütter kochen zu Hause für die Kinder, haben aber nicht den Status eines Sterne-Berufskochs. Da muss etwas getan werden! Fragt sich nur was. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


14. Frucht
geerntet am 16.7.2014: Ratten. Wir freuen uns, Ihnen heute eine Frucht zum Genuss darzureichen, die sich mit einem ganz besonderen Nager beschäftigt: der Ratte. Dieses Tier ist bei vielen beliebt, andere mögen es nicht. Auf der Strasse trifft man oft Musikanten, die eine Ratte über die Schulter tänzeln lassen - wenn es geht, zum Takt der Musik. Ratten sind also sehr anhänglich und zum Dressieren geeignet. Doch woher kommt das schlechte Image, dass diesen Tieren anhaftet? Da gibt es geflügelte Worte, die sagen: "Die Ratten verlassen das sinkende Schiff." Aha, haben unsere Freunde also auch noch Lust, auf einem flotten Dampfer mitzureisen. Toll! Bleibt zu hoffen, dass die Ratten auch eine Schwimmweste angezogen haben. Aber nur dann, wenn Ratten plötzlich nicht ein sinkendes Schiff, sondern die Toilette verlassen - und zwar gerade dann, wenn man spühlen will -, wird für viele der Nager mit dem glatten langen Schwanz zum Ungeheuer. Trotzdem sollte man nicht die Ratte packen und das WC runterspühlen, woraus sie eben gekommen ist. Im Zweifelsfall krabbelt sie erneut hoch. Und mit Rattengift gegen den Besucher angehen, ist ebenfalls nicht zu empfehlen. Packen Sie besser die Ratte einfach beim Schwanz und bringen diese in die nächste Zoohandlung. Dort wird dann hoffentlich eine Lösung für Ihr Rattenproblem gefunden werden. Es stimmt übrigens nicht, dass Ratten auch Texte am Computer verfassen können. Sonst hätte ich bereits ein solches Tier angestellt; und es würde die Frucht vom Baum des Lebens übernehmen. Lassen wir also die Kirche im Dorf oder die Ratten in der Kanalisation. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


13. Frucht geerntet am 16.6.2014: Träume. Bevor nun bereits die 13. Frucht vom Baum des Lebens geerntet wird, hat sich unsereins hingelegt - und siehe da, auch etwas geträumt. Und da eben Träume das Thema dieser Frucht sind, sei hier für einmal auch etwas Persönliches niedergeschrieben. Im Traum erschien mir Gerhard Polt, der bayrische Kaberettist. Oder wie schimpft er sich selber? Unterhalter, Menschenbeobachter? Sein Auftritt in meinem Traum war kurz, aber es inspirierte mich zu einem Gedicht. Oder wollte der Traum mehr sagen? Muss ich alles zusammenpacken und zu Polt reisen? Tja, Träume sind Schäume, so ein Sprichwort. Und ein anderes Wort sagt: Der Herr gibt es den Seinen im Schlaf. Es gab eine Zeit, da hatte ich oft von Harald Schmidt geträumt. Einer der letzten Schmidt-Träume war erst kürzlich. Wer, bitteschön, gibt die Träume ein? Der Herr? Also Gott? Und wenn ja, wie macht er das? Wieso können wir Träume sehen, obwohl wir die Augen geschlossen haben? Wer daran glaubt, dass das Gehirn die Träume hervorruft, der hat eine Lösung gefunden. Wer mit dieser Lösung nicht zufrieden ist, muss weiter suchen. Es gibt absurde Träume, Zukunftssträume, Horrorträume, Sexträume und lustige Träume. Wer sich intensiver damit beschäftigen will, kauft sich ein Traumdeutungsbuch. Dort werden dann die Traumsymbole erklärt. Wer von einem Hirsch träumt, ist daran interessiert, Frauen zu erobern; wer von einem Helikopterflug träumt, geht im Leben wegen Kleinigkeiten schnell in die Lüfte usw. Bekannt ist auch, dass Träume schon Leben gerettet haben. Nicht aufgezeichnet ist der Traum, der zu einem Sechser im Lotto verholfen hat, weil der Träumer alle Zahlen vorausgeträumt hat. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


12. Frucht
geerntet am 16.5.2014: Regen. Gemütlich ist es doch, wenn es in der guten Stube schön warm ist und draussen der Regen seine Fäden zieht. Regen ist überhaupt eine sehr sinnvolle und gute Erfindung von Gott. Fast besser allerdings als die Erfindung von Regen ist die Erfindung vom Regenschirm - und den hat bestimmt nicht Gott erfunden. Oder etwa doch? Wenn dann der Regen aber nicht mehr aufhören will, sich über einem Gebiet niederzulassen, kann die Freude über etwas Nass schnell in Kummer und Sorgen umschlagen. Treten Flüsse über die Ufer, ist der Regen wohl von vielen verflucht. Der Regen aber, um mal wieder eine Binsenweisheit zu bedienen, hilft vor allem der Natur, so richtig in die Gänge zu kommen. Nicht jedes Gewächs - zum Beispiel der Kaktus - verzichtet gerne auf viel Regenschauer. Gemüse und Blumen brauchen möglichst viel Regen. Dann macht es auch nichts, wenn der Regen vorher eingesammelt wurde in Regentonnen und dann per Spritzkanne zu den Pflanzen kommt. Regen, und das wird jetzt einige überraschen - kann man auch einfrieren und daraus ein Wassereis machen. Lecker, lecker. Ja, der Regen - es wurde Zeit, dass ihm einmal einige Zeilen gewidmet wurden. Zum Glück ist der Ort, wo dieser Text geschrieben wird, wasserdicht. Sonst hätten Sie nicht das Glück, das hier nun lesen zu können. Doch halt, eines hätten wir fast noch vergessen: Auch der Mensch kann es regnen lassen. Dann, wenn er über etwas heftig weint oder beim Pipi auf dem Klo. Und natürlich dann, wenn wieder der 16. des Monats ist und beim Studieren über den möglichen Inhalt der aktuellen Frucht die Schweissperlen sich den Weg bahnen. Die nächste Frucht reift - mit oder ohne Schweiss - bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


11. Frucht geerntet am 16.4.2014: Schlüssel. Wo es Türen gibt, gibt es auch Schlüssel. Man kann sich allerdings vorstellen, das viel viel früher der Schlüssel noch unbekannt war. Doch heute hat jeder Erwachsene einen Schlüsselbund, den er oder sie mit sich rumträgt. Meistens verstaut in einer Tasche. Oder mit einem entsprechenden Hilfsmittel an der Hose befestigt. Wenn dann Schritte gemacht werden, klimpert und tönt es gar imposant. Vor allem machen die Schlüssel vom Gefängniswärter Eindruck. Für jede Zelle hat er einen eigenen Schlüssel. Dumm, wenn diese einmal verloren gehen und so der Gefangene nicht zu seinem Essen oder Freigang kommt. Wer schusselig ist und den Schlüssel in der Wohnung lässt, kann schnell ausgeschlossen werden. Die Türe fällt hinter ihm ins Schloss und Pech gehabt. Da hilft nur noch der Schlüsseldienst. Gerne möchte ein Neugieriger auch durchs Schlüsselloch spähen und sehen, was zum Beispiel der Präsident von Amerika, Barack Obama, so wirklich macht im Büro. Wer hat wohl am meisten Schlüssel? Gut möglich, dass da der Gefängniswärter das Rennen macht. Der müsste dann aber wirklich aufpassen, dass die gefangenen Diebe in der Zelle ihm die Schlüssel nicht klauen! Selbst die Priester der katholischen Kirche tragen einen Schlüssel mit sich; der, der fürs Öffnen des Tabernakels benötigt wird. Lecker, lecker! Aber auch die Briefe aus dem Briefkasten können nur mit einem Schlüssel rausgefischt werden. Der Schlüssel, dein Freund und Helfer. Einzig der Computer lässt sich ohne Schlüssel starten. Oder haben Sie Ihrem PC ein Schloss vorgehängt, um ihn vor Unberechtigen zu schützen? Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


10. Frucht
geerntet am 16.3.2014: Taschendiebe. Welche Berufsgattung ist äusser symathisch? Genau, die Taschendiebe. Wie der Name schon verrät, sind diese Leute unterwegs, Taschen zu klauen. Das kann eine richtig schön grosse Tasche sein, oder aber auch eine Brieftasche. Wenn es in den Strassen viele Leute hat, sind diese Diebe besonders aktiv. Mit technischen Hilfsmitteln ausgestattet, holen sie sich, was sie wollen. Dann passiert meistens folgendes: Es wird an der Kasse angestanden und plötzlich ein Griff ins Leere: Huch, die Brieftasche fehlt. Wie sollte sich der Beklaute in diesem Fall verhalten? Ganz einfach: beginnen Sie zu weinen. Das macht immer einen guten Eindruck. Durch Ihre Tränen wird die Kassiererin erweicht und winkt Sie durch. Perfekt. Wie aber dann weiter? Vielleicht möchten Sie den Diebstahl bei einem Polizeiposten zu Protokoll geben. Nur das dauert. Besser, man macht sich gleich selber auf die Jagd nach dem Taschendieb. Gut schauen und zuschlagen, heisst die Devise. Jeder könnte es schliesslich sein auf der Strasse. Aber Taschendiebe verraten sich: Sie zittern und tragen meistens einen Bart. Den Dieb gefasst, die Brieftasche zurück - wunderbar. Und in Zukunft tragen Sie keine (Brief)-Taschen mehr mit sich herum. Es reicht die Kredikarte. Und die verstaut die Frau im Ausschnitt und der Mann klemmt sie zwischen die Pobacken. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


9. Frucht geerntet am 16.2.2014: Gott auf Erden. Wir haben auf der Welt viele Probleme. Von wem könnten diese gelöst werden? Vertrauen wir auf die Politiker? Gemäss aktuellen Umfragen sind diese nicht sonderlich beliebt. Einer wäre wohl in der Lage, die Menschheit neu auszurichten: Gottsohn Jesus Christus. Deshalb kommt er laut den Botschaften einer anonymen Prophetin schon bald auf die Erde zurück; zuvor allerdings erfolgt eine Warnung. Nur was wäre, wenn diese Botschaften bloss Schabernack sind? Das würde dann bedeuten, dass man sich auf niemandem mehr verlassen kann auf dieser Welt. Deshalb plädiere ich dafür, dass statt dem Sohn Gottes Gott selber auf die Erde niedersteigen soll. Gott selber ist schliesslich auch verantwortlich für das, was auf der Erde heute Realität ist. Dann könnte Gott einmal selbst dazu Stellung nehmen, was er sich mit der Menschheit gedacht hat. Vielleicht müsste Gott dann auch fürchten, vor ein Gericht gestellt zu werden. Stichwort Holocaust. Vielleicht würden Aufmüpfige Gott auffordern, sich für alles Schlechte in der Welt zu entschuldigen. Bleibt bloss noch zu klären, in welcher Gestalt Gott unter den Menschen erscheinen und wandeln sollte. Oder was für ein Schock, wenn die Menschheit plötzlich erfährt, dass Gott schon längst hier auf der Erde ist. Rätseln Sie doch einfach mit, wer Gott auf Erden sein könnte. Sai Baba jedenfalls wohl kaum, der ist ja ganz ungöttlich gestorben. Aber vielleicht Thomas Gottschalk. Oder vielleicht versteckt sich hinter dem österreichischen Hermes Phettberg Gott. Eines ist aber klar: Gott auf Erden würde bestimmt eine Internetseite betreuen und jeden 16. des Monats einige Worte in die Tastatur hacken. Und zwar so lange, bis alle I h n erkennen. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


8. Frucht geerntet am 16.1.2014: Tierheim. Für jeden Tierfreund eine traurige Sache: Tierheime. Oftmals in zu kleinen Unterbringungen warten da die Tiere, bis sie von einer lieben Person „befreit werden“. Was mag wohl in den Köpfen der Katzen, Hunde, Wellensittiche usw. abgehen, wenn sich wieder mal ein potentielles Frauchen oder Herrchen ins Heim verirrt? Schauen sie genau so kritisch wie die Menschen? Da kommt ein Mann mit schwarzen Stiefeln - „oh weh, das bringt Unglück, nimm mich nicht“ - so vielleicht eine kleine Mietzekatze. Die viel zu dicke Frau schaut sich ein Welpen an und der Kleine muss niesen. Er möchte lieber zu einem Kind. Ja, so geht das zu und her im Tierheim. Wenn dann das Geschäft abgewickelt ist, bleiben einige zurück, für andere beginnt ein neues, hoffentlich besseres Leben. Natürlich kann man sich vorstellen, dass die Zurückgebliebenen untereinander rätseln, warum gerade der oder die mitgenommen wurde. „Gefällt den Menschen mein schwarzes Fell nicht?“, - „Bin ich zu gross?“ – Allen gefangenen und gequälten Tieren auf dieser Welt sei gesagt, dass ihr tristes Dasein dann beendet ist, wenn einer auf der neuen Erde wandelt. Doch bis dahin heisst es weiterhin bibbern, dass die nächsten Besucher im Tierheim die Erlösung bringen. Und Toi, toi, toi, dass das neue Zuhause nicht ein Rückschritt wird zum eben verlassenen Heim. Das Fressen wird vermutlich ziemlich das Gleiche sein. Und zum Öffnen der Dosen brauchen die Tiere menschliche Hände. Egal, wie die Person aussieht oder ist. Miau. Die nächste Frucht reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.