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12 x Frucht im Jahr 2018

Die Frucht vom Baum des Lebens
jeden 16. des Monats hier neu

57. Frucht geerntet am 16.6.2018: Fernbedienung. Es gibt Erfindungen, die möchte man nicht mehr missen. Dazu gehört die Fernbedienung. Gemütlich auf dem Sofa herumlümmeln und sich dabei durch das Fernsehprogramm zappen - einfach genial. Die Vorstellung, sich beim Fernsehschauen zu erheben, zum Flimmerkasten sich zu begeben um dort die Sender per Knopf einzustellen - nein, das wollen wir nicht mehr. In vielen Haushaltungen hat allerdings bereits das Handy den Platz der Fernbedienung eingenommen. Über ein solches Gerät können dann zum Beispiel Heizung oder Licht reguliert und ein- sowie ausgeschalten werden. Schöne neue Welt. Doch die Vorstellung, per Knopfdruck auch andere Dinge zu bedienen, lässt einem heute schon in der Zukunft schwelgen. Wie wäre es zum Beispiel, gäbe es eine Fernbedienung für den Hund? Sie sässen dann gemütlich im Sessel, drückten die Tasten "Platz", "Sitz", "Bellen" - der Hund würde prompt darauf reagieren. Oder vielleicht möchte die gute Hausfrau ihren Ehegatten per Fernbedienung steuern. Auf Knopfdruck holt dieser dann ein Bier, macht die Wäsche, räumt die Geschirrspühlmaschine aus undsoweiter undsofort. Aber auch draussen ist vorstellbar, dass uns die Fernbedienung das Leben leichter macht: steuern Sie damit den Rasenmäher, indem mit einem Druck auf den Knopf das Gerät gestartet wird und dann seine Runden dreht. Selbstverständlich sollten auch die Kinder auf die Fernbedienung eingestellt sein. Spielen die Bälger in Sichtweite, können diese per Wundertechnik in allzu naher Zukunft einfach vom Spielplatz zurückgeholt werden. So haben die Eltern immer alles im Griff. Eine andere Idee ist die moderne Pommesbude. Dort sollte ebenfalls alles per Technik funktionieren. Ketschup oder Mayo? Die moderne Technik lässt den Mundfaulen zur Höchstform auflaufen. Curry-Sauce scharf oder mittelscharf - anstatt das mühsam zu artikulieren, nimmt der Kunde die Fernbedienung in die Hand und schafft damit Klarheit. Sie sehen, die Fernbedienung ist eine tolle Sache und könnte in einigen Jährchen ihren Siegeszug weiter fortsetzen. Es ist allerdings anzunehmen, dass - weil jeder ein Handy besitzt - die Steuerung nur noch über selbiges geschehen wird. Wie auch immer. Die Texte für die Frucht vom Baum des Lebens schreibe ich wohl weiterhin mit der klassischen Tastatur. Da würde eine Fernbedienung keinen Gewinn bringen. Bis in einem Monat wünscht alles Liebe: Tamino. Bis dann gilt: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.
P.S.: Am 24. Juni 2018 soll die Welt untergehen. Machen Sie das Beste daraus!

56. Frucht geerntet am 16.5.2018: Blumen. Am vergangenen Sonntag war wieder mal Muttertag. Eine gute Gelegenheit, sich im Blumenladen einen Strauss herrichten zu lassen, der dann feierlich an die eigene Mutter übergeben wird. Wie gross mag da die Freude bei der Beschenkten sein? "Nein, ein Blumenstrauss - merci viu mau." So könnte die mütterliche Reaktion klingen. Allerdings gilt es zu beachten, dass Blumen auch welken. So bleibt das Geschenk aus dem Blumenladen nur einige Tage frisch. Weniger schlimm ist das, wenn die Blumen für einen Kranz bei der Beerdigung zusammengestellt werden - mit einer Trauerschleife. Der oder die Tote kann wohl - ganz nach der eigenen Glaubensüberzeugung - diesen Blumengruss am Grab nicht mehr sehen. Und so ist es eigentlich egal, sollten die Beerdigungsblumen nicht mehr ganz so frisch sein. Blumenfreuden kommen auch am Hochzeitstag auf: ein Sträusschen in Ehren wird niemand verwehren. Doch welche Blumen sind eigentlich die Beliebtesten? Es gibt derer so viele. Alle sind sie so unterschiedlich. Immer ein Renner sind die Rosen. Rosen strahlen Eleganz aus; es gibt sie in den verschiedensten Farben. Vielleicht aber soll es auch eine Lilie sein. Klassisch in weiss. Viele Kirchen wären um einiges ärmer, würde der Altarraum nicht mit den Blumen aus Gottes Garten geschmückt. Vielleicht aber sind Sie der Typ, der etwas ganz Verrücktes ausprobieren möchte. Da hätten wir einige Vorschläge: Was für ein Spass, dem Trompeten-Musikanten in der Spielpause Tulpen vorne in die Trompete rein-zustecken. Mei wird der Augen und vor allem Ohren machen, wenn er dann wieder in sein Instrument bläst. Oder stellen Sie sich die Freude eines Autofahrers vor, wenn dieser plötzlich im Auspuff Margeriten entdeckt. Apropos Puff: setzt man wohl auch im Bordell auf Blumen, um das vorwiegend männliche Klientel fürs Liebesspiel zu motivieren und anzuregen? Eine grosse Freude macht mir immer auch die Sonnenblume. Eine feine Sache ist zudem, dass die Blumen auf dem Speiseteller landen können. Aus den jungen Blättern des Löwenzahns lässt sich ein zarter Salat zaubern, den Sie mit den Blüten verfeinern können. Und aus den Blütenköpfen allein können Sie unter anderem auch eine pflanzliche Alternative zu Honig kochen. Die Blüten des Gänseblümchens haben einen leicht nussigen Geschmack und werden daher gern verwendet, um Salate oder auch Rührkuchen zu verfeinern. Damit schliessen wir diese Frucht vom Baum des Lebens. Gerne erwarten wir alle wieder hier in einem Monat. Bis dann gilt: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

55. Frucht geerntet am 16.4.2018: Pausenbrot. Mach doch mal eine Pause. Denn eine Pause tut gut. Gut auch, wenn in der Pause etwas kleines zum Essen bereit liegt. Das Pausenbrot! Wer ein wenig kreativ veranlagt ist, zaubert aus dem Pausenbrot flugs eine Überraschung, die seine Wirkung nicht verfehlen wird. Wussten Sie, dass der Gruselfürst und Ehemann einer kranken Frau, ein ganz besonderes Pausenbrot mag? Wir sprechen hier von Rocksänger Alice Cooper. Der liebt es, wenn auf seinem Brot echte Köpfe von Fledermäusen liegen - da beisst Cooper dann in der Pause herzhaft gerne zu. Jeder wie er mag, aber mit dem Tierschutz steht ein solcher Pausenbrotesser garantiert auf Kriegsfuss. Viel problemloser gestaltet sich da ein ausgesprochen süsses Pausenbrot. Man braucht dafür ein Baguette, schneidet es in der Mitte auseinander und greift dann zu Schaumküssen. Früher nannte man diese Köstlichkeit auch Negerküsse - was heute als rassistisch verpönt ist. Die Schaumküsse werden also hintereinander auf die eine Hälfte des Brotes gestellt, dann nimmt man den "Deckel" und drückt ihn auf die Schaumküsse. Schon darf der Pausenbrotesser sein Meisterwerk geniessen. Wer es lieber herzhafter mag in seiner Pause, der streut auf sein Brot Chili-Pulver. Interessant ist auch die Variante, bei der man Zahnpaste auf das Brot streicht. Zum Beispiel eine Tupe "Elmex". Wer solches tut, erspart sich auch das lästige Zähneputzen. Niemand sollte denken, dass die Ideen für ein gelungenes Pausenbrot damit aus sind. Empfohlen soll an dieser Stelle eine Art Raclette-Sandwich werden. Dafür benötigt der Gourmet bloss zwei dünn ge-schnittene Käsescheiben. Diese werden auf das noch unbehandelte Pausenbrot gelegt und kommen dann zusammen in die Mikrowelle. Nicht vergessen sollten Sie, die Käsescheiben vorher mit grobem Pfeffer zu bestreuen. Der geschmelzte Käse und das Brot gehen dann eine Symbiose ein. Es versteht sich von selbst, dass nicht zu lange Zeit gewartet werden sollte mit dem Verzehr. Doch auf den meisten Arbeitsstellen hat es eine Mikrowelle. Wo bleibt das gesunde Pausenbrot? höre ich die Stimmen rufen. Das kann sowohl ein mit Apfelstücken belegtes, ein Radieschen-Brot oder aber auch ein Brot für dem sauren Spass - ein Zitronen-Pausenbrot - sein. Lecker ist auch ein Brot mit Fisch. So bleibt mir nur noch, Ihnen viel Glück beim Pausenbrotvorbereiten zu wünschen. Die Pausenbrotesser werden es danken. In einem Monat gibt es hier kein Brot, als vielmehr die neueste Frucht vom Baum des Lebens. Bis dann gilt: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

54. Frucht geerntet am 16.3.2018: Jubiläums-Frühjahrsfahrt. Was für ein Pech: Ich habe diese Woche wirklich etwas ganz Tolles verpasst. Selbstverständlich nicht den neuen "Late Night Berlin"-TV-Kracher mit Klaas am Montag, als vielmehr eine Jubiläums-Frühjahrsfahrt am Mittwoch, den 14. März 2018, zu welcher man mich und Gäste per Briefsendung eingeladen hat. Um was ging es da genau? Zuallererst steht folgende happy News: "Sie halten eine wichtige Nachricht in den Händen, die den Super-Gewinn in unserer aktuellen Gratisverlosung betrifft. Ihr Name befindet sich auf der Liste derjenigen Personen, die die Chance haben, schon bald unser nächster Höchstgewinner zu werden. Die Ziehung erfolgt in Kürze." Weiter entnehme ich dem Brief, dass das grösste Vergnügen für den Direktor des Preisvergabe-Büros jedoch sei, den neusten Höchstgewinner persönlich kennenlernen zu dürfen. Es sei alles dafür vorbereitet, den Preis umgehend auszuzahlen. Selbstversändlich habe er, so der Direktor weiter im Brief, ausreichend für mein leibliches Wohl gesorgt und ein reichhaltiges Frühstücksbuffet geplant. Auch die An- und Abreise zur Höchstgewinnerziehung hätte man "bestens organisiert". Damit aber nicht genug! Für "Jeden" gäbe es ein 10 Pfund schweres Lunchpaket, gefüllt mit "Allerlei Herzhaftem". Für alle Gäste hätten die Organisatoren ein hochwertiges Werkzeugset, bestehend aus Stichsäge, Akku-Bohrmaschine und Winkelschaltmaschine alle 230 Volt TÜV G9 geprüfte Markenware vom deutschen Hersteller. Es kommt noch bessser: "Wir geben ausserdem ein leckeres, kostenloses Frühstück aus mit Kaffee/Tee soviel Sie mögen! Zum Abschluss wird unser Küchenchef Ihnen ein reichhaltiges Mittagsmenue zaubern. Alles für Sie Inklusive." Die Reiseplanung sowie die kostenlose An- und Abreise im modernen, klimatisierten Reisebus werde von einem renommierten Busunternehmen durchgeführt. Wer kann ein solches Traum-Angebot ausschlagen? Ich wurde nur gebeten, die beige-fügte Reservierungskarte mit der von mir bevorzugten Bushaltestelle direkt dem Büro von Alfred Wipperbach (Direktor Preisvergabe) zuzusenden, damit man mir sofort die Urkunde inklusive Buchungsbestätigung zuschicken könne. Doch wissen Sie was? Irgend etwas wird daran doch "unsauber" sein. Ich vermute, der Bus fuhr die Menschen direkt ins Fernsehstudio von Jan Böhmermann und zwang ihnen Lacher ab. Der in Aussicht gestellte Gewinn diente wohl bloss als Lockstoff. Ganz ohne Finte essen/lesen Sie hier in einem Monat die neue Frucht. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

53. Frucht geerntet am 16.2.2018: Streiken. Wie ist doch der Mensch sonderbar: Wenn ihm etwas nicht passt bezw. er unzufrieden mit einer Situation ist, greift dieser zum Mittel des Streiks. Dann legt er für geraume Zeit seine Arbeit nieder und hofft, am Verhandlungstisch mit seinem Vorgesetzten bessere Bedingungen für sich zu erreichen. Meistens dreht sich dabei alles ums liebe Geld. Für diesen Lohn, so heisst es von Streiker-Seite, werden wir nicht mehr arbeiten. Aus-wirkungen hat ein Streik aber dann vor allem für Unbeteiligte. Rufen die Flugzeuggewerkschaften zum Streike auf, muss der Reisende mit gestrichenen Flügen zurechtkommen. Treten die Taxichauffeure in den Streik, muss der Zug mehr Leute befördern; handkerum streikt das Zugsteam, profitieren wiederum die Taxifahrer davon. Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denken Sie. Und ich sage: doch! Nämlich dann, wenn auch die Tiere/Insekten streiken. Oder anders gefragt: Wo bliebe Ihr gutes weiches Ei zum Frühstück, sollten sich die Hühner dieser Welt zusammentun und für mehrere Wochen streiken? Aber auch die frische Milch im Beutel sucht man in den Regalen des Supermarkts vergeblich, rufen die Kühe zum Streike auf. Wer gerne Honig hat, der sollte beten, dass die Bienen niemals auf die Idee kommen, zu streiken. Das Schweinsschnitzel würde ebenfalls nie mehr Ihren Gaumen kitzeln, streikten die Schweine und würden aus den Ställen fliehen. Was soll diese Aufzählung? Sie soll deutlich machen: Streik ist gut, tut aber nicht immer allen gut. Genau das ist selbstverständlich einkalkuliert. Nur bei einem Schmerz auf der einen Seite, kann diese dazu bewogen werden, bessere Bedingungen für die Arbeiter zu schaffen. Interessant ist, dass es Berufsgruppen gibt, deren Streik sich noch gravierender als die Tiere-Streiks auswirken. Man stelle sich einmal vor, der Samichlaus würde streiken und die Kinder vergeblich auf Geschenke warten. Und wer büsst mich als Raser, wenn ich wieder mal zu schnell gefahren bin und die Polizei streikt? Hat aber jemand schon davon gehört, dass der Pfarrer streikt und deshalb die Predigt von der Kanzel ausfallen muss? Nein, Gottes Bodenpersonal streikt nie. Genauso wenig wie Standesamtbeamtinnen sowie Fernsehmoderatoren - sie tun immer ihren Dienst. Zum Schluss noch eine Vision: Würden auf dieser Welt alle Hersteller und Entwickler von Kriegswaffen wie Panzer und Helikopter einfach streiken, der Friede in der Welt wäre schon ein wenig näher. Ganz ohne Streik kommt der Schreiber dieser Zeilen aus. Servus und Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

52. Frucht geerntet am 16.1.2018: Gute Vorsätze. Wunderbar! Das neue Jahr ist bereits zwei Wochen alt; und viele Menschen haben sich für eben dieses neue Jahr gute Vorsätze gemacht. Die üblichen Verdächtigen: mehr Sport, einige Kilos abspecken und aufs Rauchen verzichten. Wie aus bestens unterrichteten Kreisen zu erfahren war, haben sich auch die Prominenten einiges vorgenommen. So will Telefonschreck Elvis Eifel weniger telefonieren, Donald Trump möchte seinen Twitter-Wahn in den Griff kriegen, Micaela Schäfer verzichtet aufs Nacktspazieren und Martin Rütten der Hundetrainer hat sich vorgenommen, 2018 nur noch Katzen zu trainieren. Bleibt die Frage, weshalb sich die Menschen überhaupt solche Vorsätze machen. Viele haben einfach ein schlechtes Gewissen. Das, was nicht unbedingt sein muss, kann auch ganz aufgegeben werden, scheint sich eine grosse Anzahl zu denken. Wir aber haben einen Vorschlag: Wer schlau ist, macht sich Vorsätze, die bestimmt eingehalten werden. Das sehe dann wie folgt aus: Ich lasse es, unter der Dusche zu singen. Ich lasse es, beim Besuch meiner Schwiegermutter falsche Freude zu heucheln. Ich lasse es, Polizisten auf der Autobahn den Stinkefinger zu zeigen. Sie fragen sich vielleicht, welche Vorsätze sich der Schreiber dieser Zeilen gemacht hat. Ganz ehrlich: keine! Oder doch, etwas soll sich in diesem Jahr ändern: Ich schreibe ab sofort keine Früchte vom Baum des Lebens mehr! Schock! Nein, nein - wir wollen all unsere (Ver-)Folger nicht enttäuschen. Solange es die VATERWORTE von Lieselotte Niedermaier und die VATERWORTE von Johannes Allgäuer gibt, sind auch wir dabei! Denn eines ist gewiss: Schreiben macht Spass, und der Spass - so wenigstens habe ich mir vorgenommen - soll 2018 definitiv nicht zu kurz kommen. Dieses Feld wollen wir nicht einfach den anderen überlassen. Aber nicht bloss Menschen haben sich Vorsätze fürs 2018 gemacht, sondern auch Organisationen bezw. Unternehmungen. Durchgesickert ist, dass der WWF den Erdmännchen mehr Aufmerksamkeit schenken will. Opel aber möchte wieder Autos bauen, die die Abgaswerte im grünen Bereich haben usw. usf. Übrigens geht die Geschichte der Vorsätze bereits zurück zu den Dinosauriern. Die mächtigen Tiere hatten sich damals vorgenommen, ganz und gar auszusterben. Vielleicht wäre das auch etwas, was sich die Zwiebel zum Vorsatz machen könnte. Damit Schluss. Die nächste Frucht ist zur Ernte bereit bis in einem Monat. Vielleicht ist es ja Ihr guter Vorsatz, diese auch 2018 immer zu pflücken. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

       
           

                        
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