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12 x Frucht im Jahr 2018

Die Frucht vom Baum des Lebens
jeden 16. des Monats hier neu

53. Frucht geerntet am 16.2.2018: Streiken. Wie ist doch der Mensch sonderbar: Wenn ihm etwas nicht passt bezw. er unzufrieden mit einer Situation ist, greift dieser zum Mittel des Streiks. Dann legt er für geraume Zeit seine Arbeit nieder und hofft, am Verhandlungstisch mit seinem Vorgesetzten bessere Bedingungen für sich zu erreichen. Meistens dreht sich dabei alles ums liebe Geld. Für diesen Lohn, so heisst es von Streiker-Seite, werden wir nicht mehr arbeiten. Aus-wirkungen hat ein Streik aber dann vor allem für Unbeteiligte. Rufen die Flugzeuggewerkschaften zum Streike auf, muss der Reisende mit gestrichenen Flügen zurechtkommen. Treten die Taxichauffeure in den Streik, muss der Zug mehr Leute befördern; handkerum streikt das Zugsteam, profitieren wiederum die Taxifahrer davon. Schlimmer kann es nicht mehr kommen, denken Sie. Und ich sage: doch! Nämlich dann, wenn auch die Tiere/Insekten streiken. Oder anders gefragt: Wo bliebe Ihr gutes weiches Ei zum Frühstück, sollten sich die Hühner dieser Welt zusammentun und für mehrere Wochen streiken? Aber auch die frische Milch im Beutel sucht man in den Regalen des Supermarkts vergeblich, rufen die Kühe zum Streike auf. Wer gerne Honig hat, der sollte beten, dass die Bienen niemals auf die Idee kommen, zu streiken. Das Schweinsschnitzel würde ebenfalls nie mehr Ihren Gaumen kitzeln, streikten die Schweine und würden aus den Ställen fliehen. Was soll diese Aufzählung? Sie soll deutlich machen: Streik ist gut, tut aber nicht immer allen gut. Genau das ist selbstverständlich einkalkuliert. Nur bei einem Schmerz auf der einen Seite, kann diese dazu bewogen werden, bessere Bedingungen für die Arbeiter zu schaffen. Interessant ist, dass es Berufsgruppen gibt, deren Streik sich noch gravierender als die Tiere-Streiks auswirken würden. Man stelle sich einmal vor, der Samichlaus würde streiken und die Kinder vergeblich auf Geschenke warten. Und wer büsst mich als Raser, wenn ich wieder mal zu schnell gefahren bin und die Polizei streikt? Hat aber jemand schon davon gehört, dass der Pfarrer streikt und deshalb die Predigt von der Kanzel ausfallen muss? Nein, Gottes Bodenpersonal streikt nie. Genauso wenig wie Standesamtbeamtinnen sowie Fernseh-moderatoren - sie tun immer ihren Dienst. Zum Schluss noch eine Vision: Würden auf dieser Welt alle Hersteller und Entwickler von Kriegswaffen wie Panzer und Helikopter einfach streiken, der Friede in der Welt wäre schon ein wenig näher. Ganz ohne Streik kommt der Schreiber dieser Zeilen aus. Servus und Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

52. Frucht geerntet am 16.1.2018: Gute Vorsätze. Wunderbar! Das neue Jahr ist bereits zwei Wochen alt; und viele Menschen haben sich für eben dieses neue Jahr gute Vorsätze gemacht. Die üblichen Verdächtigen: mehr Sport, einige Kilos abspecken und aufs Rauchen verzichten. Wie aus bestens unterrichteten Kreisen zu erfahren war, haben sich auch die Prominenten einiges vorgenommen. So will Telefonschreck Elvis Eifel weniger telefonieren, Donald Trump möchte seinen Twitter-Wahn in den Griff kriegen, Micaela Schäfer verzichtet aufs Nacktspazieren und Martin Rütten der Hundetrainer hat sich vorgenommen, 2018 nur noch Katzen zu trainieren. Bleibt die Frage, weshalb sich die Menschen überhaupt solche Vorsätze machen. Viele haben einfach ein schlechtes Gewissen. Das, was nicht unbedingt sein muss, kann auch ganz aufgegeben werden, scheint sich eine grosse Anzahl zu denken. Wir aber haben einen Vorschlag: Wer schlau ist, macht sich Vorsätze, die bestimmt eingehalten werden. Das sehe dann wie folgt aus: Ich lasse es, unter der Dusche zu singen. Ich lasse es, beim Besuch meiner Schwiegermutter falsche Freude zu heucheln. Ich lasse es, Polizisten auf der Autobahn den Stinkefinger zu zeigen. Sie fragen sich vielleicht, welche Vorsätze sich der Schreiber dieser Zeilen gemacht hat. Ganz ehrlich: keine! Oder doch, etwas soll sich in diesem Jahr ändern: Ich schreibe ab sofort keine Früchte vom Baum des Lebens mehr! Schock! Nein, nein - wir wollen all unsere (Ver-)Folger nicht enttäuschen. Solange es die VATERWORTE von Lieselotte Niedermaier und die VATERWORTE von Johannes Allgäuer gibt, sind auch wir dabei! Denn eines ist gewiss: Schreiben macht Spass, und der Spass - so wenigstens habe ich mir vorgenommen - soll 2018 definitiv nicht zu kurz kommen. Dieses Feld wollen wir nicht einfach den anderen überlassen. Aber nicht bloss Menschen haben sich Vorsätze fürs 2018 gemacht, sondern auch Organisationen bezw. Unternehmungen. Durchgesickert ist, dass der WWF den Erdmännchen mehr Aufmerksamkeit schenken will. Opel aber möchte wieder Autos bauen, die die Abgaswerte im grünen Bereich haben usw. usf. Übrigens geht die Geschichte der Vorsätze bereits zurück zu den Dinosauriern. Die mächtigen Tiere hatten sich damals vorgenommen, ganz und gar auszusterben. Vielleicht wäre das auch etwas, was sich die Zwiebel zum Vorsatz machen könnte. Damit Schluss. Die nächste Frucht ist zur Ernte bereit bis in einem Monat. Vielleicht ist es ja Ihr guter Vorsatz, diese auch 2018 immer zu pflücken. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.