nelson

Sex-Monster

Was haben Pippi Langstrumpf und Dr. Sex(!)ler vom St. Marienhospital in Mülheim an der Ruhr gemeinsam? Pippi macht sich in die Hosen, wenn sie vor Dr. Sexler steht und Dr. Sexler traut seinen Augen nicht, wenn in seiner Hose etwas von selber steht: aber bestimmt nicht der Name Harald Schmidt. Begriffen? Auskunft gibt gerne Dr. Sexler. Telefon: 0208305-0.


Damit Sie das hier noch besser begreifen, publizieren wir folgendes erschütternde Original-Dokument des Amtsgerichtes Mülheim an der Ruhr an meine Person:

„Der Richter begibt sich in das Marien-Hospital, Station Maria. Hier spricht er mit dem Stationsarzt und Oberarzt Dr. Saxler (oben genannt Dr. Sexler).
Herr Wyss ist heute Nacht in Mülheim/Styrum auffällig geworden. Er hat an mehreren Türen geklingelt und wollte Sex. Deswegen gab es mehrere Polizeieinsätze. Der aufnehmende Arzt hat berichtet, dass der Betroffene klassisch manisch sei, gehoben gereizt und antriebsgesteigert. Trotz einer hohe Dosierung der Medikation hat Herr Wyss nur ca. 1 Stunde Ruhe gefunden. Es ist bereits Kontakt mit dem gesetzlichen Betreuer aufgenommen worden. Der Betroffene ist oft in den Rheinischen Kliniken in Mehrheim gewesen. Zuletzt vor ganz kurzer Zeit.
Sodann sucht der Richter den Betroffenen auf. Herr Wyss gibt dem Richter die Hand. Der Richter stellt sich vor und erklärt, weswegen er hier ist. Herr Wyss hört schweigend zu.
Auf die Frage, wie er nach Mülheim an der Ruhr gekommen ist, sagt er, dass er hier einen Bekannten habe besuchen wollen. Der wohne in der Holzstrasse. Wo das genau sei, kann er im Moment nicht angeben.
Es klärt sich jetzt, dass Herr Wyss Helge Schneider meint.
Auf die Frage, ob er ihn angetroffen habe meint Herr Wyss: Sicher, er sei da gewesen.
Der Richter verdeutlicht Herrn Wyss, dass sein Betreuer dafür sorgen werde, dass er wieder nach Köln kommen und dort medikamentös eingestellt werde. Dazu nickt Herr Wyss.
Der Richter fragt, ob Herr Wyss mit der eingeleiteten Medikation, unter anderem Risperdal aber noch einem beruhigenden Mittel einverstanden ist. Herr Wyss knurrt eine Zustimmung.
Im weiteren Gespräch stellt sich heraus, das Herr Wyss Schweizer aus Bern ist. Seit September letzten Jahres lebt er in Deutschland.
Herr Wyss sei zur Arbeit nach Deutschland gekommen. Er wolle für seinen Freund Harald arbeiten. Den Betreuer habe er seit ca. 3 Monaten. Herr Wyss läuft barfuss. Er meint, er habe gestern schon noch Sandalen gehabt.
In der Ecke sind drei Plastiktüten zu sehen. Herr Wyss meint, dass seien seine Tüten.
Herr Wyss erklärt, dass er Wallstrasse 137 in Köln wohne.
Es wird festgestellt, dass Herr Wyss sich mit Y schreibt, Wyss.
Dr. Sex(!)ler erklärt:
Angesichts der manischen Auslenkung bei der Vorerkrankung scheint mir eine Unterbringungszeit von 6 Wochen* erforderlich zu sein, um Herrn Wyss medikamentös wieder richtig einzustellen. Ob dies nach dem PsychKG oder nach BGB geschieht, ist medizinisch letztlich gleichgültig.
Sodann wird der anliegende Beschluss über die Unterbringung des Betroffenen verkündet. Herr Wyss nickt dazu mit dem Kopf.
Auf Frage antwortet er: Nein ich bin nicht dagegen, dass wir das so handhaben."
Mülheim an der Ruhr, 12. August 2011

Dr. Franke
Direktor des Amtsgerichts


*) Während meinem Aufenthalt in der Psychiatrie des St. Marienhospitals ist Loriot verstorben. Und zwar am 22. August.

Loriotalt