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12 x Frucht im Jahr 2019

Die Frucht vom Baum des Lebens
jeden 16. des Monats hier neu


66. Frucht
geerntet am 16.3.2019: Zirkus. Herrreinspaziert und Manege frei für den Zirkus "Wahnsinn"! Wollten Sie schon immer gerne ein Kamel sehen, das durch ein Nadelöhr geht? Wir zeigen es. Aber nicht nur das. Viele herausragende Nummern erlebt man nur im Zirkus "Wahnsinn". Beliebt ist vor allem der Auftritt von Hahn, Katze, Hund und Esel. Diese Zwei- und Vierbeiner springen aufeinander und präsentieren sich als die Bremer Stadtmusikanten. Der Hahn spielt dabei auf dem Saxophon, die Katze macht den Katzenjammer, der Hund bellt fröhlich, während der Esel zu allem "Yhhhi aaaa!" sagt. Natürlich brauchen wir auch einen Zirkusdirektor der Spitzenklasse. Für den Zirkus "Wahnsinn" setzt ein pensio-nierter Glacé-Verkäufer den Zylinder auf. Dieser sagt aber nicht alleine die Nummern an. Vielmehr ist dafür das Nummern-Girl Romy bereit, um die Kunststücke dem geneigten Publikum anzukünden. Da wäre zum Beispiel die Pferdenummer, bei welcher ein kleines Mädchen sich an den Bauch des Pferdes binden lässt. So angeschnallt dreht die Künstlerin ihre Runden im Sägemehl. Beliebt ist auch die Friss-mich!-Darbietung. Hier beisst, wenn es schlecht oder wahlweise gut läuft (Nervenkitzel), der Löwe dem Dompteur den Kopf ab, der diesen zuvor ins Löwenmaul gesteckt hat. Weniger blutig geht es bei der Meerschweinchen-Jonglage zu und her. Der Jongleur macht seine Show nicht mit zwei, sondern mit sechzehn (!) quietschenden Tieren. Einfach nur gewaltig. Fehlen darf aber keinesfalls der lustige Clown. Wenn dieser in zu grossen Schuhen und seiner roten Nase die Manege betritt, freuen sich in erster Linie die Kinder. Vielleicht setzt sich der Clown ans Klavier, sollte er nicht zuvor gestolpert sein und sich dabei die Finger verletzt haben. Während der Spassmacher im Zirkus also weiterhin seine Spässe treibt, warten alle gespannt auf den Zauberer. Der Zirkus "Wahnsinn" würde seinem Namen nicht gerecht werden, würden aus dem Hut des Zauberers einfach nur weisse Tauben in die Lüfte steigen; vielmehr zaubert der Magier ein Nilpferd hervor. Wie das zuvor in den Hut gekommen ist - ja, das bleibt ein Geheimnis. Still wird es, als sich in schwindelerregender Höhe ein Akrobat aufs Seil begibt. Er läuft aber nicht auf den Füssen, sondern auf den Händen. Was für eine Darbietung! Diese Leistung kann nur der Schweine-Reiter übertreffen. Bricht das Schwein unter der Last des Reiters nicht zusammen, könnte das die saustarke Schlussnummer sein. - Die nächste "Früchte-Nummer" gibt es hier wieder in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.


65. Frucht
geerntet am 16.2.2019: Berufswahl. Augen auf bei der Berufswahl! Wer nicht sein ganzes Leben vermiesen will, der ergreift einen Beruf, den er auch bis ins hohe Alter noch mit viel Freude ausüben kann. Die Auswahl ist riesen-gross. Um hier noch den Durchblick zu haben, geht es mit Vorteil zum Berufsberater. Dieser freundliche Mensch stellt dann einige gezielte Fragen ("Was sind deine Hobbys?" "Was bringt dich schnell auf die Palme?") und zieht dann seine Schlüsse. So bleiben vielleicht noch zwei Berufe in der engeren Auswahl: Anwalt oder Klobürsten-Hersteller. Ein Beruf von diesen ist vermutlich ein Scheissjob und kommt deshalb nicht in Frage; aber leider braucht man fürs Klobürsten-Herstellen genügend Köpfchen. Überhaupt liegen die sogenannt "schlauen Berufe" im Trend. Weit vorne in der Statistik sind nach wie vor die Jobs im Büro. Da kann man den ganzen Tag gemütlich vor dem PC rumhängen und schwitzt dabei auch nicht sonderlich. Zudem drängen sich viele neuartige Berufe den Schülerinnen und Schülern auf: Wie wäre es zum Beispiel mit dem Testesser für Schokoküsse? Als Fähigkeiten sind hier bloss gesunder Appetit auf Süsses zu nennen. Der künftig Berufstätige, der lieber in Kontakt mit Kühen kommen will, sollte sich den Beruf des Melkers aussuchen. Wunderbar, wie da die Milch spritzt! Hat der junge Mensch aber "null Bock" auf eine Ausbildung, wird er vielleicht Aquarium-Beobachter. Hierfür benötigt man bloss einen bequemen Sessel und ein Aquarium. Fertig! Die Beobachtungen schreibt der so Arbei-tende in ein Tagebuch und zeigt dieses jeweils am Ende eines Monats der Aquariums-Beobachter-Aufsichtsbehörde und kassiert das Geld dafür. Eventuell geht die Arbeit als Taschendieb ebenfalls ohne eigentliche Ausbildung. Ein wirklich abwechslungsreicher Job ist dies, bei dem auch Erfahrungen mit der Polizei oder beim Gefängnis-Einsitzen gemacht werden können. Für viele steht allerdings im Vordergrund, im Beruf ordentlich zu verdienen. Deshalb besuchen solche Schulabgänger, die ihr Auge aufs Geld ausgerichtet haben, eine Universität. Erst nach Abschluss des Studiums haben diese Menschen dann eine grosse Auswahl an Tätigkeiten in einem Bereich, wo auch ganz schön viel Zaster auf das Konto fliesst. Wussten Sie übrigens, dass Menschen immer mal wieder sterben? Deshalb ist ein krisensicherer Job der des Totengräbers oder Sargträgers auf Beerdigungen. Also denn, auf auf - es warten so viele schöne Jobs da draussen. Die nächste Frucht vom Baum des Lebens reift bis in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

64. Frucht geerntet am 16.1.2019: Autostoppen. Wer seine nächste Reise plant, der könnte dabei auf Flugzeug oder Zug verzichten. Der könnte aber auch sein eigenes Auto zu Hause lassen. Wie das gehen soll? Sonnenklar, per Anhalter geht (bezw. rollt) es zum Ziel! Natürlich müssen dafür diverse Vorbereitungen getroffen werden. Wichtig beim Autostoppen ist die passende Kleidung. Wer in zerrissenen Jeans und fleckigem T-Shirt daherkommt, für den halten wohl die wenigsten Autos an. Deshalb ist Sauberkeit das oberste Gebot - der erste Eindruck zählt schliesslich. Frauen dürfen dabei gerne schon mehr wagen. Sie können ihren Mini-Rock anziehen und dabei nicht billig aussehen. Das Nächste, was es gilt in die Wege zu leiten, sind die Schilder, auf denen das Reiseziel mit grosser Schrift aufgeschrieben wird. Wer die Stadt Bern als Ausgangsort hat, schreibt vielleicht "Basel" auf seinen Karton. Mit einem fröhlichen Liedchen auf den Lippen gilt es dann, geduldig zu warten. Es kann schon sein, dass mehr als eine Stunde vergeht, bis dass der erste Wagen anhält und - trotz Schild - dämlich fragt bei heruntergekurbelter Scheibe: "Wohin soll es denn gehen, nach Basel?" Da nickt der Autostopper artig mit dem Kopf und bestätigt mit einem "Ja, genau". Während der langen Fahrt ist in den meisten Fällen Konversation an der Tagesordnung. Beliebte Themen sind "Beruf" oder "Familie". Wer lieber schweigt, kann die Reise natürlich auch stumm verbringen. Wenn nichts anderes vereinbart worden ist, ist die Reise per Autostopp gratis. Doch besser ist es, dem Fahrer einen kleinen Obolus zu entrichten. Die meisten Menschen, die so reisen, haben nach der ersten Strecke meistens Blut geleckt und entscheiden sich, das Reiseziel zu korrigieren und weiter zu machen. Einschlägige Websites sprechen die Unfallsituation an: die Kfz-Haftpflichtversicherung muss den Schaden, der Autostopper erleiden sollten, bezahlen. (Egal ob es sich um einen verschuldeten oder unverschuldeten Unfall handelt.) In der Tierwelt beobachtet man übrigens das Phänomen Autostopp ebenfalls. Erst kürzlich wurde im Fernsehen eine Dokumentation gezeigt, in welcher man sah, wie sich Kröten auf einer Schlange platzierten - so gemütlich sich transportieren liessen. Die beste Kombination sind aber Anhalter-Tiere/Insekten, die sich Menschen aussuchen: Besonders Läuse mögen diese Art der "Mitfahrgelegenheit" und springen plötzlich auf den Kopf eines anderen "Autos". So hat die Natur alles bestens eingerichtet! Die nächste Frucht vom Baum des Lebens hier in einem Monat - mit oder ohne Läuse. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

       
           

                        
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