nelson

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Allein der Unsinn wird siegen.

12 x Frucht im Jahr 2020

Die Frucht vom Baum des Lebens
jeden 16. des Monats hier neu


84. Frucht
geenrtet am 16.9.2020: Geburtstagsfeier. Jedes Jahr feiert das Geburtstagskind seinen Geburtstag. Dabei fallen die Feierlichkeiten ganz unterschiedlich aus. Manche wollen schlicht nichts davon wissen und begehen diesen Tag wie jeden anderen auch. Es gibt aber auch welche, die hauen mächtig auf den Putz. Eine dritte Kategorie weiss einfach nicht, wie sie das Wiegenfest würdig und unterhaltsam begehen können. Für diese gibt es in erster Linie diese Frucht vom Baum des Lebens. Ganz oben auf der Liste der wilden Spässe steht das Mohrenkopf-Wettessen bezw. Negerkussessen. Beide Begriffe sind veraltet und sollten nicht mehr benutzt werden. Die Süssigkeit nennt sich heute Schaumkuss. Wer also in einer gewissen Zeit die meisten Schaumküsse verdrückt, ist der Sieger des Spiels. Interessant ist auch das Teebeutel-Werfen. Dafür macht ein Spieler den Beutel nass und schmeisst diesen dann - gehalten von zwei Finger - durch die Lüfte. Nachher messen wir, welcher die grösste Distanz zurückgelegt hat. Ein anderes Spiel heisst "Weinen". Der gewinnt, der auf Ansage zuerst Tränen vergiesst (unser Ratschlag: an etwas Trauriges denken). Ganz drollig kann auch ein Meerschwein-chen-Rennen sein. Jeder Geburtstagsgast schnappt sich ein Meerschwein und lässt dieses über einen Rennparcour sausen. Der, dessen Schweinchen zuerst durch das Ziel läuft, hat gewonnen. Um sich ein wenig von den Spielen zu erholen, kommt die Geburtstagstorte auf den Tisch und wird für alle angeschnitten. Selbstverständlch nur, wenn zuvor die Kerzlein vom Geburtstagskind ausgepustet worden sind. Was braucht es noch für eine gute Geburtagspary? Immer wieder ein Hingucker ist der Mann oder die Frau, die fast nackig aus der Torte klettert und im Anschluss ein frivoles Tänzchen aufführt. Mit Kreischgarantie bei den Frauen und unflätigen Rufen bei den Männern. Gelungen ist auch, eine Band oder einen Solisten schmissige Musik spielen zu lassen. Da kommt Freude auf und die Party kann dann mit Spielen weitergehen. Das "Wir-rauchen-Figuren"-Spiel besteht darin, dass beim Paffen Figuren in die Lüfte gestellt werden. Das kann ein Delphin, ein Elefant oder ein Gorilla sein. Probiere Sie es einfach mal aus. Damit wäre unsere kleine aber feine Geburtstagsfeier beendet. Vergessen Sie nicht, den Teilnehmenden zu danken und ihnen ein Stück vom übrig geblie-benen Kuchen einzupacken und mitzugeben. Die nächste Feier kommt bestimmt - genau so wie die Frucht vom Baum des Lebens (nämlich in einem Monat).


83. Frucht
geerntet am 16.8.2020: Segelohren. Menschen sind verschieden. Die einen sind gross, die anderen klein. Die einen haben Warzen, die anderen Krampfadern. Doch es gibt Menschen, die sind mit grossen, abstehenden Ohren bestückt. Mit den sogenannten Segelohren. Das ist allerdings gar kein Pech, als vielmehr eine tolle Sache. Wenn Sie weiterhin diesen Text hier lesen, wünschen Sie sich am Schluss ebenfalls Segelohren. Wenn man die Segelohren hin und her bewegen kann - also das sogenannten Ohrenwackeln beherrscht - hebt der Mensch ab von der Stelle wie ein Helikopter. Was für ein Gefühl, so durch die Lüfte zu fliegen. Die abstehenden Ohren sind aber auch dafür da, daran die Wäsche zum Trocknen aufzuhängen. Toll. Natürlich, und wir wollen das gar nicht beschönigen, es gibt auch Nachteile für Leute mit abstehenden Ohren. Wer sich zum Beispiel ins Kino setzt, muss sich vom Hintermann Sprüche anhören wie "Ohren bitte nach hinten klappen", oder: "Deine Ohren verdecken unsere Sicht auf die Leinwand". Oder man stelle sich vor, im Winter eine Mütze über die Ohren ziehen zu wollen - der Versuch wird scheitern. Dumm ist auch, wenn der Wind weht. Immer hebt man da wieder vom Boden ab. Eine bessere Figur machen die Segelohre beim Zaubern. Ein Klebeband ist schnell hinter den Ohren befestigt. Dann lässt der Zauberkünstler vor Publikum einfach zwei Karten verschwinden, indem er diese im richtigen Moment hinter den Ohren festmacht. Trick gelungen! Wer gerne Ohrenringe trägt, der ist ebenfalls dankbar über Segelohren. Daran können Ringe nämlich viel leichter befestigt werden als an normalen, flach anliegenden Ohren. So muss sich wirklich keiner mehr darüber ärgern, nicht eng anliegende Ohren sein eigen zu wissen. Wie der Name schon verrät, braucht der Segelohrenbesitzer fürs Segeln auf dem See, keine Segel mehr zu hissen. Er wird einfach an den Mast gebunden und alles andere übernehmen seine Ohren. Vorsicht ist geboten im Kontakt mit Tieren oder Kleinkindern. Die sehen die Ohren als Spielzeug an und beissen gerne rein. Deshalb gilt: In gewissen Situationen sollten die Segelohren eingeklappt werden. Wenn nicht anders möglich, macht man dies so, indem zwei Finger die abstehenden Ohren zurückdrücken. Wer jetzt Positives und Negatives abgwägt und sich Segelohren wünscht, der kann selbige leicht mit einem Kaugummi hinterm Ohr erzeugen. Wir wünschen einen tollen Monat. Die Frucht vom Baum des Lebens gibt es dann wieder frisch hier.

82. Frucht geerntet am 16.7.2020: Passwörter. Ohne Passwörter läuft heute gar nichts. Wir brauchen sie genau so wie das Klopapier. Vielleicht, in einigen Jährchen, müssen wir selbst beim Stuhlgang für die Freischaltung des Spühlvorgangs ein Passwort eingeben. Und das könnte dann lauten: "Scheisse." Es gibt bei der Vergabe von Passwörtern auch einiges zu beachten. Beliebt ist zum Beispiel das Geburtsdatum. Aber nicht sicher. Auch die Zahlenreihenfolge "1-2-3-4-5-6" sollte nicht unbeding verwendet werden. Das Passwort für die Melkmaschiene mit "Kuh-Lisa" anzugeben, ist ebenfalls nicht sonderlich schlau. Der Zugang zum Postkonto ist ebenfalls mit einem Passwort geschützt. Hier ist Kreativität gefragt. Der Name eines verstorbenen Familienmitgliedes wäre eine gute Wahl. Ausser natürlich, dieser trug den Namen Papa Moll oder Donald Duck. Wer ganz hip lebt, der öffnet seine Wohnungstüre anstatt mit dem Schlüssel mit einem Passwort. Wieso es hier nicht mal mit englisch versuchen. Es bietet sich an "home" oder "my castle". Wenn Sie jetzt sagen: Mir fällt einfach kein Passwort ein, dann wählen Sie doch eines aus folgender Liste aus: "Trumpfrisursturm", "JamesBond06", "Titanicshit-magazin", "Kartoffelsalat02", "Käsefondueschmatz" oder einfach: "Waldsterbenxy". War etwas dabei, dass Ihnen gefällt? Wunderbar. Dann gilt es nur noch, sich durch die Anmeldung für das Passwort durchzuringen. Das gestaltet sich oftmals gar nicht so einfach. Aufgeschrieben an einem sicheren Ort, finden Sie das Passwort auch dann, wenn es Ihr Gedächtnis verlassen hat. Denn nichts ist mühsamer, als sich das Passwort wieder zu beschaffen, wurde dieses mehr als drei Mal falsch eingetippt. Was wäre eigentlich los, müsste man für die Eingabe des Passwortes ein Passwort eingeben? Ziemlich schräg die Vorstellung. Zum Schluss möchten wir vor dem sogenannten Passwort-Raub warnen. Finstere Gestalten setzen nämlich alles daran, an Ihre Passwörter zu gelangen und damit Unfug anzustellen bezw. sich Zugang zu den Konten zu beschaffen. Da hilft nur noch ein ganz spezielles Passwort: "Wer-Passwörter-klaut-ist-doof". Wer will schon doof sein? Oder noch krasser: "Ich-bin-ein-Passwortklau-Schwein". Das sollte eigentlich als Vorsichtsmassnahme genügen. In diesem Sinne wünschen wir allen viel Spass mit den möglichst sicheren Passwörtern und verabschieden uns für einen Monat. Erst dann gibt es hier wieder eine brandneue Frucht vom Baum des Lebens. Unterdessen gilt: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

81. Frucht geerntet am 16.6.2020: Gaffer. Der Mensch - ob Mann oder Frau - schaut sich gerne die unterschiedlichsten Dinge an. Vor allem scheint er an seinen Mitmenschen interessiert zu sein. So sieht man wieder vermehrt Leute im Café sitzen und sich die vorbeimarschierende Menschenschar begutachten. Da wird "ein Dicker" registriert oder die "super sexy Frau". Menschen, die andere Menschen ins Auge fassen, nennt man auch Gaffer. Doch beim Gaffer schwingt die Negativität mit. Denn oftmals ist der Gaffer jemand, der durch sein Glotzen stört. Der Klassiker ist der Autounfall. Auf der Autobahn schauen die Gaffer dem Geschehen beim Unfallplatz zu. So kann es geschehen, dass die Polizei und die Feuerwehr sowie das Krankenauto nicht mehr an den Ort des Geschehens durchkommt. Die Gaffer sind Schuld daran! Wo würden Gaffer weniger stören? Genau, beim Zahnarzt. Liegt ein Patient auf dem Stuhl, zücken die Gaffer ihre Smartphones und drücken auf "Aufnahme". Besonders spannend wird es selbstverständlich, wenn ein Zahn gezogen wird. In diesem Moment könnten sich die Gaffer wohl nicht mehr halten und applaudieren. Herrlich verrückt. So kann man sich auch vorstellen, dass es Menschen gibt, die im Krankenhaus bei der Geburt eines Kindes gaffen möchten. Wird ein Spielfilm gedreht, ist das ebenfalls eine spannende Angelegenheit und Gaffer sind schnell zur Stelle. Manchmal verschwimmen die Grenzen zwischen Gaffer und Zuschauer. Oder würden Sie jemanden, der im Zoo sich die jungen Affen anschaut, einen Gaffer nennen? Stimmt, eigentlich weniger. Obwohl im Wort Affe sich Gaffer verbirgt. In welcher Situation könnte der Gaffer nerven? Vielleicht dann, wenn dieser Ihnen beim Zähneputzen, Sex oder dem Abwasch dreist über die Schultern schaut. Es gibt übrigens eine Erfindung, die die Gaffer ganz ungestraft nutzen dürfen: das Fernsehgerät. Damit kann ganz bequem vom Sofa aus gegafft werden - den ganzen lieben langen Tag, wenn es denn sein muss. Doch auch hier gilt: Man spricht vom Fernsehzuschauer, selten vom TV-Gaffer. Jemanden, bei dessen Alltag wohl viele gaffen würden, ist Gott. Was macht der Herrscher von Himmel und Erden den ganzen Tag, stellt sich berechtigt die Frage. Vielleicht erfahren wir es nach dem Tod. Bis dann können wir weiterhin die Augen hier unten auf dieser Erde gross aufreissen und gaffen. Zu sehen gibt es ja einiges. Die nächste Frucht vom Baum des Lebens gibt es in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

80. Frucht geerntet am 16.5.2020: Navigationsgerät. In jedem guten Smartphone steckt auch ein Karte, welche einem den Weg zeigt. Somit wird das mobile Telefon auch zum Navigationsgerät. Das ist sehr praktisch. Gelüstet es mich nach einem süssen Stück aus der Bäckerei und ich weiss, in welcher Strasse sich diese befindet, tippe ich einfach das Stichwort Bäckerei und die Strassenbezeichnung ein. Oder es geht noch anders: Der Name eines guten Freundes eingegeben - schon komme ich dessen Domicil näher. Wer sein Smartphone nicht als Navigationsgerät nutzt, der hat ein solches meistens im Auto vorinstalliert. In den besten Fällen mit Sprachsteuerung. So spreche ich zum Beispiel: "Zeige mir die schnellsten Wege ins Hallenbad" - es vergehen keine drei Sekunden, bis entsprechende Routen berechnet sind. Raffiniert wäre es zudem, zeigte es auch an, ob beim Bad noch freie Parkplätze vorhanden sind. Auf die Suche "Mädchen mit Hang zum wenig Textilien tragen und willig zum GV" verweist das Navi entsprechenden Weg ins Kölner "Pascha". Unverzichtbar ist die Strassensuchmaschine vor allem für Feuerwehr, Polizei, Taxi und Krankenwagen. Allerdings birgt die gute neue Technik auch Gefahren. Sollten Sie im Auto sitzen und ihren Mitfahrer anschnauzen mit "Fahr´ doch zur Hölle", landen Sie eventuell unverhoft an einem Ort, von dem es kein Zurück mehr gibt und sehr heiss ist. Wer will das schon vor seinem Tod erleben? Dumm auch, wenn an einem Ort mehrere Strassen mit dem selben  Namen existieren. Ein Versuch wäre es wert, sich dank dem Navigationsgerät den Weg ins Märchen frei zu machen. Eine Fahrt zu Schneewittchen (Stichwort: Märchenland) oder zu Rotkäppchen wird Ihnen ganz schön den Horizont erweitern. Vielleicht fragt sich jemand, wie denn früher Strassen gefunden wurden. Ganz einfach: man benutzte dazu eine Karte aus Papier. Die Papierstrassenkarte mühsam aufgefaltet, zeigte diese auf der einen Seite die Wege an und auf der Rückseite konnte man nach den Strassennamen suchen. Diese Mühe macht sich heute fast keiner mehr. Warum auch, wenn doch im Handy oder dem Navigationsgerät im Auto alles viel bequemer geht. Überfordert sind sowohl Karte als auch Navi bei der Suche nach dem Weg zum Mond, dem Grab auf dem Friedhof oder zu Harald Schmidt (= Geheimadresse, nur Stalkern  bekannt). Wo immer Sie auch unterwegs sind: gutes Ankommen. Die nächste Frucht vom Baum des Lebens wächst bis in einem Monat. Bis dann gilt wie immer: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

79. Frucht geerntet am 16.4.2020: Vogelscheuche. Wem schon mal eine Vogelscheuche über den Weg gelaufen ist, hat Glück gehabt. Denn es liegt im Wesen der Vogelscheuche begründet, dass diese an einem Ort steht und dort verbleibt und ihre Dienste tut. In erster Linie ist sie da, um - wie deren Namen schon sagt -, Vögel zu verscheuchen, oder erst gar nicht in ihre Nähe kommen zu lassen. Doch eine Vogelscheuche kann noch viel mehr. Sie kann zum Beispiel als Bademeister arbeiten. Dafür setzen Sie die Vogelscheuche in einen Stuhl und stellen diesen an den Beckenrand. Sollte im Wasser jemand um Hilfe rufen, wird dieser zwar ertrinken, aber immerhin im Auge der Vogelscheuche. Alles gut und Recht. Wer sich mit der Thematik näher beschäftigt, muss allerdings zuerst sich damit beschäftigen, wie er eine Vogelscheuche herstellt. Die wohl einfachste Art ist die, einen Besen mit zerrissenen Klamotten zu bekleiden. Auf die Bürste des Besens kommt ein alter Hut und zwei Knöpfe machen die Augen klar. Alles ist da, für einen üblen Scherz. Wer mit seiner Frau einschläft, steht ohne dass diese es merkt auf, und legt dann die Vogelscheuche an seiner Stelle ins Bett. Stellen Sie sich das Gekreische vor, in dem Moment, in welchem die erwachte Frau nach ihrem Schatz greift, dort aber nur eine sehr gräusliche Gestalt aus alten Kleidern und einem Köper aus Besenstiel vorfindet. Ein anderer übler Scherz mit der Vogelscheuche ist die des Beifahrers im Auto. Während Sie ruhig am Steuer sitzen, sitzt neben Ihnen die selbstgemachte Vogelscheuche und ginst freudig aus dem Fenster. Wer es besonders dreist haben will, formt aus deren Händen den Stinkefinger und signalisiert so den anderen Strassenteilnehmern, was Sie von ihnen halten. Wie schon mit dem Scheuchenbademeister dargestellt, kann die Vogelscheuche diverse Jobs übernehmen. Vielleicht predigt sie am Sonntag von der Kanzel, ohne etwas zu sagen. Oder sie steht beim Einlass des Kinos und sammelt die Tickets ein. Deshalb gilt es in der Tat, seinen und den Horizont der Vogelscheuche zu erweitern. Das Schönste aber wäre, die Vogelscheuche hielte den Komiker Olaf Schubert von Auftritten im Fernsehen ab. Eine Nervensäge weniger in der TV-Kiste. Und wenn Sie sagen, der Schreiber dieser Zeilen hat einen Vogel, dann liegt es bloss daran, dass vor seiner Tür noch keine Vogelscheuche steht. Wir wünschen in diesen schwierigen Virus-C-Zeiten weiterhin alles Gute und sagen bis in einem Monat: Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

78. Frucht geerntet am 16.3.2020: Freitag, der 13.. Letzte Woche war es wieder soweit: auf dem Kalenderblatt stand Freitag, der 13.. Allgemein bekannt als Tag, der Unglück bringt. Wollen wir uns das etwas näher anschauen. Oder besser gefragt: stimmt das denn alles auch und hat nicht schon die ganze Zeit der Pech, der wegen dem Virus C. seine Oma im Altersheim nicht mehr besuchen darf? Aber zurück zum Freitag vergangener Woche. Für viele beginnt es bereits in den Morgenstunden, in welchen die Milch für die warme Schokolade überläuft und ein unschönes Bild auf dem Kochherd hinterlässt. Mist! Etwas später am Tag besuchen Menschen die Bankfiliale in ihrer Gegend. Doch just dann, wenn die Schlange am Schalter sich verkürzt, stürmt ein maskierter und bewaffneter Mann herein und schreit. "Alle auf den Boden, das ist ein Überfall!" Vom Schock erholt, gönnt sich unser Pechvogel am Freitag, den 13., eine Suppe. Zum grossen Ärgernis entdeckt dieser in der Suppe eine fette Fliege, die munter ihre Runden dreht. Pech gehabt. Sollte dann auch noch die Batterie des Radioweckers sowie der Akku des Handys unten sein, bleibt nur noch zu konstantieren: an diesem Tag wären wir lieber im Bett geblieben und gar nicht erst aufgestanden. Dabei gibt es doch einige Sachen, die am Donnerstag, den 12., hätten erledigt werden können, um den Super-Gau zu vermeiden. Sollte Ihre Katze zum Beispiel schwarz sein, färben Sie ihr die Haare in einem hellen Ton wie Lila. Alle Leitern, unter denen man so hindruchlaufen könnte, sollten ebenfalls entfernt werden - denn zusammen mit dem Unglückstag brächte es doppeltes Unglück. Denken Sie auch daran, den Lottozettel mit den Gewinnzahlen nicht etwa am Vortag zum 13. fortzuschmeissen, sondern an einem sicheren Ort aufzubewahren. Wie ärgerlich, würden nämlich just am Freitag die sechs Richtigen gezogen und Ihr Los hätte sich verkrümelt. Mit all diesen Ratschlägen sollte es eigentlich möglich sein, Unglückstag hin oder her, am Freitag den 13. gut über die Runden zu kommen. Niemand ist übrigens schadenfroh; und dennoch mögen wir dem einen oder anderen den Pechstag gönnen. Dem USA-Präsidenten, dem die Haare verwehen, dem Lehrer, der keine Prüfung vorbereitet hat, dem Glacé-Verkäufer, dem die Süssigkeit in der Hand wegschmilzt oder der Flugbegleiterin, die den Kaffee über dem Fluggast ausschüttet. Doch ganz allgemein soll gelten: Möglichst wenig Unglückstage für dieses Jahr! Die nächste Frucht vom Baum des Lebens gibt es in einem Monat. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

77. Frucht geerntet am 16.2.2020: Karussell. Was macht im Leben von Kindern Spass? Regenwürmer essen und die Wände mit Farbe beschmieren. Über all diese Dinge können die Erwachsenen nur die Nase rümpfen. Kinder rümpfen ihrerseits die Nase, wenn Erwachsene in ihrer Anwesenheit rauchen. So unterschiedlich sind die Welten von Klein und Gross. Etwas, woran aber jeder Spass hat, ist das Karussell. Wenn der Jahrmarkt seine Buden aufschlägt, ist auch diese Attraktion dabei. Dabei ist das Ding sehr simpel: ein Karussell dreht sich im Kreise und darauf befinden sich Sachen, in welche man sich hineinsetzen kann. Zum Beispiel sind das Autos, die so ihre Runden drehen und für Knirpse das Gefühl entsteht, sie würden mit dem Fahrzeug wirklich unterwegs sein. Interessanter wird es allerdings, wenn sich zum Beispiel ein kleines Flugzeug noch von oben nach unten bewegt und gleichzeitig Runden dreht. Warum aber, so fragen wir, sind die Karussell-Bauer noch nicht darauf gekommen, auch Menschen als Figuren einzusetzen? So könnten sich die Kinder und die Kind gebliebenen zum Beispiel auf Politiker setzen. Oder eine andere hübsche Idee: Krankenschwestern sind im Karussell angebracht, und die geben keine Spritzen, sondern sind still und lassen die Knirpse auf ihren Rücken sitzen. Übrigens ist es toll, wenn sich Karusselle möglichst schnell drehen. Da pfeifft es einem den Wind nur so um die Ohren. Weil das aber auch gefährlich sein kann, sollte auf dem Karussell eine Helmtragepflicht gelten. Was ist eigentlich mit Tieren? Die sind ja im Grunde ziemlich neugierig. Selten aber sieht man einen Elefanten auf einem Karussell-Elefanten sitzen oder eine Giraffe auf einer Karussell-Giraffe. Unterstützt wird das tolle Gefühl auf dem Karussell auch von Musik. Schlager sind da angesagt. Und vielleicht könnte jemand auch extra einen Song komponieren. Unser Vorschlag für einen Refrain: "Auf dem Karussell geht es rund." Noch mehr Spannung würde es allerdings mit sich bringen, könnte man sich auf der Fahrt überholen. Wären auf dem Karussell zum Beispiel Esel angebracht, käme es so zu einem Eselrennen. Wunderbar! Ganz wunderbar auch, wenn anstatt Tieren oder Autos auf dem Karussell Särge stünden und ihre Runden drehten. So könnte sich ein jeder als Graf Dracula fühlen und sich in den Sarg legen. Also, Leute, fahrt wieder mehr Karussell. Der nächste Weihnachtsmarkt kommt bestimmt und auch die nächste Frucht vom Baum des Lebens. Durchhal-ten. Durchhalten. Durchhalten.

76. Frucht geerntet am 16.1.2020: Hörgerät. Es gibt Dinge im Leben, die sind uns eine grosse Hilfe. Dazu gehören bestimmt auch die Hörgeräte. Die kleinen Dinger im Ohr helfen da, wo es mit dem Hören Probleme gibt. Früher waren diese Geräte zum besser Hören noch gross und sahen nicht sehr sympathisch aus. Doch heutzutage kann man fast nicht mehr sehen, wer etwas im Ohr hat und wer nicht. Bestimmt gibt es auch schon Dinger, die sich per Fernbedienung oder einfach übers Smartphone steuern lassen. Ist der Ton zu schwach, einfach aufdrehen. Hört der Hörgeräte-Träger den Lärm zu stark, einfach runterdrehen. Vorsicht ist allerdings beim kompletten Ausschalten des Hörgerätes geboten. Stellen wir uns nur mal vor, jemand macht einen Schwumm im Meer. Da nähert sich ihm von hinten ein Hai. Die Mitschwimmer kreischen und johlen und rufen laut: "Vorsicht, ein Hai!" Doch das hört der Badende nicht, weil er sein Hörgerät ausge-schalten oder gar nicht erst ins Ohr eingesetzt hat. Und "schwapp", der Hai beisst zu und zerreisst unseren Schwimmer in mehrere Stücke. Gefährlich kann es zudem werden, wenn das Hörgerät beim Bärenjagen fehlt. Der schwerhörige ohne Gerät durch den Wald pirschende Jäger, hört die Warnung seines Freundes nicht, der da laut schreit: "Pass´ auf, hinter dir steht ein Bär." Und schon legt dieser seine Tatzen auf die Schulter und beisst den Mann tot. Doch es geht auch anders. Geht am Sonntag zum Beispiel in der Kirche die Predigt wieder zu lange und einem auf die Nerven, einfach Hörgerät ausschalten. Oder wer kennt das nicht: Der Grossvater erzählt immer und immer wieder die selben Geschichten aus seiner Zeit im Militär. Der ohne Hörgerät muss gezwungenermassen zuhören - für den mit dem Hörgerät ist es ein einfaches, sich mit dem Ablegen des Gerätes vom Redeschwall des Opas zu befreien. Wenn sich der Tag zu Ende neigt, kommt auch die Zeit, wo sich Hörgeräte-Träger entscheiden müssen: Soll mein Gerät auch während dem Schlafen eingeschaltet bleiben oder lege ich es ab? Vielleicht klingelt ja am Morgen der Wecker. Dumm nur, wenn dieser nicht gehört wird. Gegen das Gerät in der Nacht spricht aber der schnarchende Bettgenosse. Übrigens: Menschen, die mit dem Trend gehen wollen, setzen beim etwas grösseren Hörgerät hinter und im Ohr auf freche Farben: rot gepünkelt oder mit einem Tiger-Muster - da ist alles möglich. Somit ist diese Frucht geerntet. Die nächste Frucht vom Baum des Lebens gibt es nur hier; und zwar genau in einem Monat am 16. Februar. Durchhalten. Durchhalten. Durchhalten.

                        
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