nelson

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Allein der Unsinn wird siegen.

Flos Florum

Im französischen Clémery leben die Apostel der unendlichen Liebe, die sich um Clemens XV. geschart haben; einem mysteriösen Gegenpapst, der am 23. Juni 1974 gestorben ist. Besitzen s i e den Schlüssel zur Wahrheit?

War Pater Collin die Wiederkunft des Herrn?

 

CollinDie Erneuerte Kirche des Franzosen Michael Collin (1905 - 1974) wurde 1958 gegründet; Collin selbst bekam 1933 die Weihe zum Herz-Jesu-Priester. Seit 1950 glaubte er sich durch eine Christus-Vision zum Papst erwählt und nann-te sich Papst Clemens XV.. 1960 liess Collin sich in Clémery nieder und weih-te dort zahlreiche Bischöfe, ernannte Kardinäle und baute seinen "Vatikan" auf. Die Gläubigen sahen in ihm den „mystischen Papst der Endzeit“ (und letzten "richtigen Papst") und beziehen die Malachias-Prophezeiung von Flos florum auf Collin (= Blume der Blumen; offiziell gilt dieser Name aber für Paul VI., denn die Armbekleidung dieses Papstes zeigte drei Lilien). 

Auch Maria Gallati und Paul Kuhn, St. Michaelsvereinigung, hörten vom Wir-ken Collins (s. Bild links) und reisten mit einer kleinen Gruppe nach Clémery. Dort soll Kuhn dann zum Priester geweiht worden sein; diese Weihe wurde nichtig durch Kuhns angebliche mystische Weihe 1970 im frisch erstellten Zentrum in Dozwil durch Jesus Christus (!) selbst.

Clemens XV. überragte den Papst in Rom bei weitem. Denn er wurde nicht von Menschen gewählt, sondern sei durch das dritte Geheimnis von Fatima prophezeit worden. Er fühlte sich, so rühmen seine Anhänger, als demütiges Werkzeug Jesu, der durch ihn in unzähligen Botschaften seine Weisungen und Verheissungen an die Kirche und die Welt richtete. Er habe ein heiliges Leben geführt, sei ein grosser Beter gewesen, empfing täglich Visionen, sei stigmatisiert gewesen und hätte während jeder Messe die Passion erlitten. Die Mission von Michael Collin sei bereits seit langem vielen Mächtigen dieser Erde und allen Päpsten seit Pius XII. bekannt. Pater Pio (gestorben 1968) wiederholte gegenüber Priestern der „Erneuerten Kirche“, die von ihm geführt wurden, immer wieder: "Ja, die Mission von Clemens XV. ist wahr." Dieser Ansicht schienen auch die Päpste Pius XII. und Johannes XXIII. gewesen zu sein; das jedenfalls geht aus Ab-schriften und Reproduktionen von Briefen dieser Päpste hervor. Ermutigende Zuschriften erhielt Collin von zahlreichen kirchlichen Würdenträgern und Staatsmännern, unter ihnen Erzbischof Cacaroli, Kardinal Tisserant, General de Gaulle, Königin von Belgien, Königin der Niederlande, John  F. Kennedy. Mit Johannes XXIII. soll Clemens XV. sogar in jahrelangem engen Kontakt gestanden haben. In einem privaten Schreiben des Papstes an Pater Collin heisst es: "Setzen Sie Ihren Kreuzzug für die Wahrheit und die Liebe Gottes in tiefster Demut fort, wie Sie es schon tun. Sie werden siegen." Einen Nachfolger von Clemens XV. gibt es nicht. 


Seine Anhänger sind davon überzeugt, dass Michael Collin auch die von Helene Möller genannte Wiederkunft des Herrn war/ist. In ihrem Buch aus dem Jahre 1966 schreibt Möller unter dem Diktat von Erzengel Raphael mehrmals: "Ich will dich Zeugnis ablegen lassen über die heute bereits vollzogene Wiederkehr des Christus in einem neuen Erdenleib." Gemäss Auskünften aus Clémery war Pater Collin am 27. Juli 1965 aus Frankreich in die Schweiz gereist und hat dort Helene Möller, den „wiedergeborenen Apostel Johannes“, besucht. Es gibt auch einen Eintrag in Möllers Buch, der das zu be-stätigen scheint. Erzengel Raphael sagt da: "Stelle dieses Schriftwerk dadurch in die Öffentlichkeit, dass du es in Beziehung bringst zu jenem dir bekannt bewordenen in ähnlicher Lage vor Gott und den Mitmenschen befindlichen gottgeliebten Manne, der dir nur kurz die Hand reichte unter den Worten, ´er wüsste, dass deine Sache aus Gott sei´. (…) Ruhevoll sprach der als Erdenmensch wiedergekehrte Christus dir nur ein paar Worte zu, ehe er wieder vor deinen Augen verschwand."

In Amsterdam wünschte Maria vom Papst, dass er der Menschheit ihre Stellung im Plane Gottes als die Gnadenvermittlerin und Christusbringerin der Endzeit bekannt mache. Da Johannes XXIII. dazu keine Möglichkeit hatte im Vatikan, beauftragte er damit Clemens XV., dies öffentlich im Kleinen Vatikan zu Clémery zu vollziehen, was auch am 31. Mai 1962 in Anwesenheit von Planetariern (!) geschah. Interessant ist auch ein Traum, der Collin im Alter von elf Jahren hatte: "Am Himmel bemerkte ich eine Menge Herzen und nichts als Herzen. Plötzlich kamen zwei Engel auf die Seiten und gleichzeitig zwei neue Herzen mit einem erstaunlichen Glanze. Bei diesem Anblick wurden alle anderen Herzen von Freude erfüllt, und eine Stimme sagte: Dies sind z w e i Auserwählte, welche Gott eine unvergleichliche Ehre bereiten werden." Nun ist bekannt, wer diese zwei Auserwählten sind. Es handelt sich dabei um den königlichen Messias (= Lukas Tamino R. Wyss) und den noch geheimnisvollen priesterlichen Messias.


In einer Broschüre über Collins Wirken wird der 7. Oktober 1950 als ein "äusserst denkwürdiger Tag in Pater Michaels Leben" betont. Wir zitieren weiter: Während er in Sorrento (Süditalien) weilte, sah er den Himmel offen und den heiligen Petrus und den heiligen Paulus auf seinen Altar herabschweben. Petrus hielt einen goldenen Schlüssel, Paulus aber ein Schwert aus Licht in der Hand. Im Himmel sah er eine grosse Prozession von Päpsten, Bischöfen und Auserwählten zu Ehren der Hl. Dreifaltigkeit, und sich selbst in der Mitte als kleines Kind. Jesus nahm ihn bei der Hand und geleitete ihn zu Gott Vater, der ihn mit einer goldenen Papstkrone krönte. Dann führte ihn der Heiland durch eine grosse Lichtallee zu Seiner seligsten Mutter und vertraute ihn Ihrer Obhut an, während Gott Vater eine Liebesweihe aussprach, seine Weihe zum Papst. "Ich habe Dich, Mein Kind, erwählt, und du sollst Papst sein", sagte ihm Jesus. "Meine Mutter wird dir dein ganzes Leben lang beistehen, damit du Gottes Willen gänzlich erfüllen kannst." Als Pater Michael seine Nichtigkeit beteuerte, und dass er dies alle nicht begreife, sagte Jesus weiter: "Sei der geliebte Hirte Meines Herzens, Flos Florum, Blume der Blumen. Bald wird es nur noch eine einzige Herde und einen einzigen Hirten geben. Ich liebe Pius XII., und genau wie David gesalbt wurde, während Saul noch regierte, er ihm aber nicht zuwiderhandelte, und ganz wie Ich Mir Petrus zugesellte und ihm die Schlüssel der Kirche anvertraute, während Ich noch auf Erden weilte, so schliesse Ich dich jetzt dem Pontifikat von Pius XII. an durch ein Wunder der Liebe. Habe Ich nicht das Recht, Mir einen Papst zu wählen, der die Vorrechte Meiner Heiligsten Mutter verteidigen und endlich Gottes Willen durchführen will, weil Rom nicht mehr an das mystische Leben und die Erscheinungen Meiner Heiligsten Mutter glaubt? Nur du, Mein Sohn, bist auserwählt worden." Die ganze Weihe mit dem Hl. Messopfer dauerte volle vier Stunden. Auf diese Weise erfüllten sich buchstäblich die alten Prophezeiungen. Der selige Amadeus hatte schon im 12. Jahrhundert geschrieben: "Gott wird einen Mann nach Seinem eigenen Herzen wählen, und wird ihm die Lämmlein anvertrauen... und diese übernatürliche Wahl wird jene mit Bewun-derung und Erstaunen erfüllen." In der sogenannten Prophezeiung von Limoges heisst es: "Der gute Papst, in Frankreich geboren, wird auf übernatürliche Weise erwählt werden, und wird die ganze Kirche wunderbar erneuern und sie zu ihrem ursprünglichen Zustand zurückführen." Im 13. Jahrhundert hatte die heilige Katharina von Siena geschrieben: "Gott wird Seine Kirche säubern und wird den Geist aller Seiner Auserwählten durch ein Mittel erneuern, welches jegliche menschliche Erwartung übertrifft." Und die selige Anna Maria Taigi erklärte im 19. Jahrhundert: "Dieser zukünftige Papst wird auf aussergewöhnliche Weise gewählt werden." (Durch Gott selbst.)


Anlässlich meines Besuches bei Albert Niedermaier in Tussenhausen erzählte er mir, dass er selbst einen Priester aus dem Kreise um Pater Collin in Deutschland aufgesucht habe. An einem Gottesdienst in der St. Michaelskirche Dozwil hatte der "wiedererweckte Bruder Klaus" (Albert) ebenfalls teilgenommen. Er wollte mit Paul Kuhn über ihre von Lieselotte empfangenen Botschaften sprechen und Kuhn/Paulus sei skeptisch gewesen; wenn in einer Offenbarung das Wort BENEDICITE und im Namen der Heiligen Dreifaltigkeit zur Einführung fehle, so seine Rede, sei Vorsicht angesagt: "Ihr Lie-ben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prüfet die Geister, ob sie von Gott sind": 1. Johannes 4:1. Ein entsprechendes Dokument von Albert, welches noch ausführlicher über diese zwei Begegnungen Zeugnis ablegt, habe ich leider verloren.


MichelCollinneu

Michael Collin (ganz rechts) anlässlich einer Zeremonie. Ein Interview mit dem "von Gott erwählten Papst" kann hier ange-schaut werden.

                        
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